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Die Winterruhe

Die Einhaltung einer Winterruhe ist für die Bartagamen sehr wichtig.

Man spricht von einer Ruhe und nicht vom Winterschlaf,

da die Tiere zwar ihren Stoffwechsel herunterfahren aber ihre Körpertemperatur

nur gering senken und nicht so drastisch wie Tiere im Winterschlaf.

Sie drosseln ihre Aktivität auf ein Minimum und wachen während der Winterruhe auch mal auf.

 

Generell sollten nur gesunde und adulte Tiere ( ab 1 Jahr ) eine Winterruhe halten.

Manchmal entscheiden aber auch schon jüngere Tiere sich zurück zu ziehen,

hier sollte man allerdings die Temperatur und

Bestrahlung im Terrarium nur geringfügig drosseln

und aufpassen das sich diese Tiere nicht zu lange zurück ziehen.

 

Die meisten Tiere beginnen ihre Winterruhe damit das sie sich in den Herbstmonaten

( unsere meist im Oktober , sobald das Wetter etwas diesiger wird) etwas inaktiver zeigen.

Es ist vermehrt zu beobachten, das sie weniger bis gar kein Grün mehr fressen, v

ereinzelt nur noch Lebendfutter, sich weniger bewegen und die Sonnenplätze meiden.

Bis sie sich schließlich völlig zurück ziehen.

Einige verbutteln sich im Sand, andere verkrichen sich in Höhlen

oder hinter Steinen oder Wurzeln.

 

 

 

Solltet ihr merken das euer Tier in nächster Zeit  in Winterruhe gehen will,

sind einige Vorkehrungen zu treffen.

Vorher sollte unbedingt eine Kotprobe beim Tierarzt abgegeben werden,

damit ihr sicher sein könnt das euer Tier gesund ist,

bzw. unter Umständen vorher noch eine Behandlung durchgeführt werden kann.

 

Wir geben unseren Tieren 2 Wochen vorher, kein Fressen mehr,

damit sich der Darm vorher möglichst vollständig entleert hat.

Im Darm verbleibende Nahrungsreste könnten während dem runtergefahrenen

Stoffwechsel anfangen zu gären.

Während der Ruhe, bieten wir ihnen auch nur frisches Wasser an.

Sollten eure Tiere sich trotz vollem Magen spontan zurück ziehen, muß man abwägen,

ob man die Tiere dem Stress ausetzt und sie badet,

damit sie koten oder sie einfach in die Winterruhe gehen lassen und diese ebend nur kurz zu halten.

 

Außerdem simulieren wir mit unseren verschiedenen Lampen im Terrarium,

einen verkürzten Tageszyklus,

wir regeln die Beleuchtungsdauer, langsam nach unten.

Sind sie dann zurück gezogen, schalten wir nur noch über die Mittagszeit

eine schwache Lampe an um einen Tageszyklus zu simulieren.

Dieses runterregeln der Beleuchtung, sollte in kleinen Schritten passieren,

genau wie das wieder raufregeln nach Ende der Winterruhe, also rechtzeitig damit beginnen.

Bartagamen die nicht von allein in die Winterruhe gehen, können auch

dadurch dazu animiert werden.

 

Wichtig ist das die Temperatur runtergeregelt ist, damit die Tiere wirklich

ihre Körpertemperatur und damit verbunden ihre Stoffwechselaktivität herunterfahren können.

Ist es zu warm im Terrarium, kann es sein das die Bartagame zuviel Gewicht verliert

und das kann Gefährlich werden, sollte das Tier zu schwach werden, und wirklich

erholsam ist das dann nicht.

Die optimale Temperatur liegt ca. 17-22 °C.

Da wir unser Hauptterrarium im Wohnzimmer stehen haben, und es dort nicht kalt genug ist,

siedeln wir unsere Tiere, in unser Terrarium im Schlafzimmer um, dort ist es schön kühl.

Außerdem haben die Tiere dort ihre Ruhe, da nicht ständig jemand vor dem Terrarium umherläuft.

Allerdings kann das Terrarium auch mit Vorhängen abgehängt werden,

damit um die Tiere nicht ständig Action ist.

 

Das Ende der Winterruhe, wird von den Tieren selbst bestimmt.

Obwohl man als Halter schon etwas unruhig wird, wenn es allzu lange dauert.

Mittlerweile haben wir das schon ein paar Mal mitgemacht und sind ruhiger geworden,

sobald wir merken das unsere Tiere wieder agiler werden, regeln wir das Licht wieder langsam hoch.

Während der Winterruhe kann es durchaus auch vorkommen, das manche Tiere

durch ihr Terrarium laufen und sich dann wieder zurück ziehen.

Eine Winterruhe kann 2-4 Monate dauern, ist von Tier zu Tier unterschiedlich.

 

Ist das Licht wieder hochgeregelt, kann man langsam mit der Fütterung beginnen.

Allerdings sollte man in der ersten Woche nicht zu viel füttern,

da sich der Stoffwechsel erst wieder hochfahren muß.

 



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