Jetzt ist es an der Zeit das Styropor an die Rückwand und die Seitenteile zu kleben.
Es sollte eine Mindesstärke von 60 mm verwendet werden,
damit man beim Fönen nicht gleich bis
auf das Holz kommt, wenn man die Struktur einbringt.
Ist das geschafft, zeichnen wir uns die späteren
Sonnenplätze auf die Rückwand und beginnen das
Styropor an den gerade angezeichneten Stellen auszuschneiden.
Dabei empfiehlt es sich die Umrandung der Sonnenplätze,
mit einem Cuttermesser nach zu schneiden.
Das Material kann dann aus der Mitte in kleinen Stücken herausgetrennt werden.
Man sollte dabei möglichst auf gerade Schnitte achten,
damit das zukünftige Podest schön fest in die Aussparrung passt.
Nun schneidet man das Podest aus einer Styroporplatte auf die
Größe des zuvor geschnittenen Einschnitts aus.
Wenn alles gut passt klebt man es gleich an.
Bei der Größe sollte man nicht übertreiben.
Damit man es auch schön stabil bekommt,kann man zusätzlich noch etwas Styropor
unter das Podest kleben.
Oder man schraubt sich noch ein Rundholz von 1,5-2 cm ø auf die Rückwand
und steckt dann das Podest beim ankleben einfach auf.
Hat man richtig Spaß an der Bastelei und den
Styroporkugeln, dann habt ihr noch die Möglichkeit ganze
Äste in die Rückwand einzuarbeiten.
Was aber sehr viel Arbeit ist da diese sehr aufwendig angepasst werden müssen
und von hinten mit langen Schrauben befestigt werden.
Die ganze Mühe lohnt sich aber, außerdem bekommt man
für spätere Äste und Korkpodeste super Befestigungspunkte.
Nachdem wir jetzt alles verklebt haben bzw. verschraubt beginnt man mit dem Fönen.
Am besten dafür geeignet ist ein kleiner Bunsenbrenner (Gasbrenner) mit kleiner Flamme.
Mit dem Brenner bewaffnet und dem weit geöffneten Fenster probiert man mal an einem
rumliegenden Stück Styropor aus wie sich das Material verformt unter der Hitze.
Hat man ein wenig geübt kann losgelegt werden.
Tipp: Besser tiefere Wölbungen als zu kleine anfertigen, da nach dem Beschichten,
die Kanten und Vertiefungen nicht mehr so starke Konturen aufweisen wie vorher.
Damit die Bartagamen auch die Wände zum klettern nutzen können.
Auf dem nächsten Foto ist gut zu erkennen das die Struktur nicht tief genug ist.
" Bitte macht ihr es besser als ich damals“ 

Einrichtungsgegenstände
Solltet ihr noch ein wenig Lust übrig haben dann kann man auch noch schöne Klettermöglichkeiten,
oder nen Unterschlupf selbst herstellen.
Hier zeige ich euch nur mal ein paar Bilder was wir für uns gebaut haben
Ungeeignet hingegen ist das selber bauen von Trinkschalen oder Fressnäpfen
da diese ständig feucht sind und die Tiere Inhaltsstoffe der verwendeten
Materialien über die Nahrung aufnehmen könnten.

Beschichtung
Da wir jetzt alles gebaut haben was beschichtet
werden muß können wir mit dem beschichten mit Flexkleber beginnen.
Am besten man rührt sich erstmals eine kleine Menge
an um für sich selbst die richtige Konsistenz heraus zu finden.
Und zu sehen wie man mit der Verarbeitungszeit
zurechtkommt. Habt ihr das ganze probiert und die richtige Konsistenz gefunden,
(sollte sich noch gut in alle Ecken Streichen lassen)
dann solltet ihr alle Flächen und Gegenstände
wenigsten mit 7 Schichten überziehen
da die Bartagamen doch schon mal sehr lange und intensiv Graben
Tipp: Lasst zwischen den einzelnen Streichvorgängen den Flexkleber
gut durchhärten sonst kommt es schnell zu Rissbildungen wenn eure Agamen
eingezogen sind und das wird euch Ärgern.
Wenn ihr die ersten 6 Schichten gestrichen habt und
diese gut durchgetrocknet sind, dann solltet ihr bei der
letzten zu streichenden Schicht,
Flexkleber eure Wunschfarbe dazu mischen.
Ihr solltet diese aber nicht zu knapp bemessen,
weil ja der Flexkleber selbst sehr dunkel ist oder ihr mischt später
beim Epoxidharz Farbpigmente zu.
Nachdem jetzt alles gut getrocknet ist kann nun das Epoxidharz in 2 Schichten auftragen werden.
Solltet ihr eure Wunschfarbe noch nicht haben dann mischt
doch jetzt die Farbpigmente dem Harz zu.
Tipp: Epoxidharz sieht nach der Trocknung sehr glänzend aus.
Wer das nicht mag sollte sich ein wenig Sand Ø 1 - 2,5 mm
in der Wunschfarbe kaufen.
Wir nehmen immer zum bestreuen Aquariensand dieser
nimmt meist nicht so viel Feuchtigkeit auf.
Wenn ihr euch für das Bestreuen entschieden,
habt dann solltet ihr nach dem auftragen der letzten Schicht
ein paar Minuten warten damit das Harz ein bisschen antrocknet,
um zu verhindern das sich der Sand vollsaugt
(die Zeit müsst ihr selber austesten, ist bei jedem Hersteller unterschiedlich),
da er sonst die Farbton ändern könnte.
Wie ihr den Sand auf die Wand bekommt ist euch überlassen,
beim werfen wird es ein wenig staubig. Deshalb haben wir
uns den Sand in die Hand genommen und mit ‘nem breiteren Pinsel aufgedrückt.
Boden
Beim Boden reicht es wenn man die OSB Platte mit Epoxidharz versiegelt,
damit die Feuchtigkeit nicht das Holz aufschwemmt (Schimmelgefahr).
Wer Energie sparen möchte kann ihn vorher
mit 2 cm dicken Styroporplatten auslegen.
Danach kann man einfach das Epoxidharz
auf die Bodenplatte gießen und verteilen.
Um zu verhindern, das die Agamen den Boden zerstören
sollte man ruhig zwei bis drei Schichten machen je nach Schichtdicke dann
ist er auch für die „Ewigkeit“ geschützt.
Deckel
Nun ist die Zeit gekommen sich dem Deckel zu widmen.
Man hat jetzt die Möglichkeit den Deckel auch mit Styropor zu dämmen,
um die Energiekosten zu senken.
Es ist aber sehr aufwendig, ihn an die bereits fertige Rückwand anzupassen,
da man die Schichtdicke des Flexklebers mit einkalkulieren muss
Oder man entscheidet sich für Fensterabdichtband,
damit die Futtertiere sich nicht verkriechen können.
Wem diese Variante nicht zu sagt lässt den
Deckel einfach so und streicht ihn sehr hell oder weiß.
Tipp: Sollten ihr euch für die Styroporvariante entscheiden muss
unbedingt an die späteren Wärmelampen gedacht werden,
da das Styropor bei zu großer Hitze langsam schrumpft.
Wenn man sich entschieden hat welche Variante für
einen die bessere ist sollte man den Deckel aufsetzten (mit oder ohne Styropor)
und die Lampenfassungen an die vorgesehenen stellen
halten und ausrichten (gleich markieren).
Bei diesem Arbeitsgang sollte gleich an die Lüftungsgitter
gedacht werden (Ziel ist es ein Kamineffekt zu erreichen).
Diese sind in der Sanitärabteilung im Baumarkt zu finden.
Tipp: den Lichtstrahl kann man mit einem Zollstock simulieren
Hat man alle Positionen ermittelt kann man jetzt das Styropor ausschneiden,
damit später nichts mehr schrumpft.
Man sollte bei Birnen bis 75 Watt einen Ausschnitt von 12 cm machen.
Danach geht es gleich weiter mit Fönen und Bohren der Löcher
für die Lampenfassungen und Kabel, evtl. Luftbefeuchtung ,Lüftungsgitter.
Nach diesem Arbeitsgang kann man wieder
den Flexkleber anrühren und in der Abbindezeit einen Kaffee trinken.
Beim Deckel sind unserer Erfahrung nach nur 4 schichten erforderlich und kein Epoxidharz.

Vorderseite
Zur Gestaltung der Vorderseite haben wir hier mal Beispiele unserer Terrarien abgebildet.

Hier müsst ihr euch mal wieder entscheiden welche Optik für euch die Beste ist,
wir haben 3 Varianten.
Die Erste ist wie im oberen Bild zu erkennen, im unteren Bereich mit Plexiglas gestaltet worden, damit man die Lüftungslöcher leicht bohren kann.
Nachteil ist aber, es zerkratzt im Laufe der Zeit (nach ca. 2 Jahren) und muss entweder getauscht werden oder neu poliert.
Variante zwei ist im unteren Teil einfach keinen Sichtbereich zu machen, damit man die Lüftungsöffnungen einpassen kann.
Hier ist der Nachteil, dass die Sicht auf die Tiere eingeschränkt ist.
Variante drei ist ein guter Mittelweg der Optisch sehr gut aussieht und auch einfach nachzubauen ist, es sollten aber 2 Öffnungen mehr gemacht werden.
Zu empfehlen ist es wenn ihr das Holz für die Vorderseite in der gleichen Stärke bzw. ein bisschen dünner wie die späteren Fensterschienen nehmt damit es später keinen großen Absatz gibt.
Falls ihr ein großes Terrarium bauen wollt dann können wir euch nur Leichtlaufschienen für die großen Scheiben empfehlen.
Diese sind ihr Geld wirklich wert, wir haben sie damals selbst nicht eingebaut aber nachher ist man immer schlauer!
Beim letzten Terrariumbau ist das Terra so groß geworden das wir ein 2.05 x 1,60 m großes Fenster verbaut haben, da man diese auch auf Kipp stellen kann ist es auch super zu lüften, wenn es mal wieder zu warm im Sommer wird ohne das die Tiere gleich ausbrechen.
Unser größtes Terrarium Das war unser erster Anlauf